
Die zehnte Fassung der inzwischen weltweit bekannten Wagner-Festspiele in Bayreuth beginnt am 25 Juli diesen Jahres und wartet mit vielen Highlights auf. Den Anfang macht Richard Wagners Oper "Tannhäuser" unter der Regie von Sebastian Baumgarten. Musikalischer Leiter dieser Oper ist Thomas Hengelbrock. Beide Herren feiern ihr Debüt bei den Bayreuther Festpielen 2011.
Außerdem kommen bei den Bayreuther Festspielen 2011 noch die Werke "Lohengrin" unter der Regie von Hans Neuenfels, "Tristan und Isolde", inszeniert von Christoph Marthaler, "Die Meistersinger von Nürnberg", in Regie von Katharina Wagner und auch "Parsifal" als Inszenierung von Stefan Herheim auf die Bühne.
Zu erwarten ist also, wie in jedem Jahr, ein echter sommerlicher Höhepunkt, nicht nur für Liebhaber von Richard Wagner sondern für jedermann mit einem Faible für gute Musik und Aufführungen. Wer Interesse an Tickets hat sollte nicht zu lange warten, da diese aufgrund der hohen Nachfrage oft früh vergriffen sind. Je nach Veranstaltungstermin und Sitzplatz variieren die Preise stark, es ist also für jeden etwas dabei.
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ab €
Die Bayreuther Festspiele 2009, die vom 25. Juli bis 28. August stattfinden, werden eingeleitet von Christoph Marthalers Inszenierung des "Tristan". Katharina Wagner, die erst 30jährige Urenkelin Richard Wagners, inszeniert "Die Meistersinger". Tankred Dorsts "Ring des Nibelungen"-Interpretation steht ebenso auf dem Programm wie Stefan Herheims "Parsifal".
Aufgrund des kleinen Bayreuther Festspiele Karten Kontingent und des großen internationalen Interesses der Opernfans an den Wagner Festspielen kosten die Karten ab ca. 500€ aufwärts. Die Aufführungen fangen jeweils um 16.00 Uhr an und finden im Festspielhaus Bayreuth statt. Maximale Kartenanzahl beim ausgewählten Konzertkarten Anbieter sind 2, welche ihnen ca. vier Wochen vor dem Bayreuther Festival zugesand werden.
Spielplan Bayreuther Festspiele 2009
Tristan und Isolde
| Samstag | 25. Juli 2009 | Tristan I |
| Dienstag | 04. August 2009 | TristanII |
| Sonntag | 09. August 2009 | Tristan III |
| Donnerstag | 13. August 2009 | Tristan IV |
| Montag | 17. August 2009 | Tristan V |
| Freitag | 28. August 2009 | Tristan VI |
Meistersinger von Nürnberg
| Sonntag | 26. Juli 2009 | Meistersinger I |
| Montag | 03. August 2009 | Meistersinger II |
| Donnerstag | 06. August 2009 | Meistersinger III |
| Freitag | 14. August 2009 | Meistersinger IV |
| Dienstag | 18. August 2009 | Meistersinger V |
| Mittwoch | 26. August 2009 | Meistersinger VI |
Parsifal
| Sonntag | 02. August 2009 | Parsifal I |
| Mittwoch | 05. August 2009 | Parsifal II |
| Samstag | 15. August 2009 | Parsifal III |
| Mittwoch | 19. August 2009 | Parsifal IV |
| Donnerstag | 27. August2009 | Parsifal V |
Das Rheingold
| Montag | 27. Juli 2009 | Rheingold I |
| Freitag | 07. August 2009 | Rheingold II |
| Donnerstag | 20. August 2009 | Rheingold III |
Die Walküre
| Dienstag | 28. Juli 2009 | Walküre I |
| Samstag | 08. August 2009 | Walküre II |
| Freitag | 21. August 2009 | Walküre III |
Siegfried
| Donnerstag | 30. Juli 2009 | Siegfried I |
| Montag | 10. August 2009 | Siegfried II |
| Sonntag | 23. August 2009 | Siegfried III |
Götterdämmerung
| Samstag | 01. August 2009 | Götterdämmerung I |
| Mittwoch | 12. August 2009 | Götterdämmerung II |
| Sonntag | 16. August 2009 | Götterdämmerung |
| Dienstag | 25. August 2009 | Götterdämmerung III |
Bayreuth - Im Wandel der Zeiten
Jedes Jahr im Juli und August treffen sich auf dem Grünen Hügel von Bayreuth Prominenz und Wagnerianer. In dem Festspielhaus, das zu Ehren Richard Wagners gebaut wurde, fand 1876 die erste Uraufführung von Wagners "Ring des Nibelungen" statt, und schon damals ließ sich viel Prominenz sehen. Die Komponisten Liszt, Bruckner, Tschaikowsky und Grieg, der Philosoph Nietzsche, der russische Schriftsteller Tolstoi, der Architekt Semper, Kaiser Wilhelm I und natürlich Wagners Mäzen König Ludwig zählten zu den Premierengästen. Künstlerisch war die Aufführung ein voller Erfolg und noch heute zählt die Akustik des Bayreuther Festspielhauses zu den besten der Welt, finanziell allerdings war das Ganze ein Fiasko. Daher gab es auch erst 1882, ein Jahr vor Richard Wagners Tod, wieder Festspiele in Bayreuth. Nach Wagners Tod übernahm seine Witwe das Regiment auf dem Grünen Hügel und bis zur heutigen Zeit ist die Leitung der Bayreuther Festspiel fest in den Händen der Wagner-Familie.
In der Geschichte der Festspiele spiegelt sich auch die Geschichte Deutschlands. Eine besonders unrühmliche Rolle spielten die Bayreuther Festspiel während des Nationalsozialismus. Unverhohlen wurde hier den faschistischen und menschenfeindlichen Idealen Hitlers gehuldigt, und Bayreuth wurde so für lange Zeit zum Synonym für nazistischen Größenwahn.